Ultraschalltherapie
Wann hilft Ultraschalltherapie?
Die Ultraschalltherapie ist ein Bereich der Physikalischen Therapie bzw. der Elektrotherapie und beschreibt ein medizinisches Verfahren zur Schmerzlinderung und Unterstützung von Selbstheilungsprozessen mittels Ultraschall. Der Frequenzbereich der Ultraschalltherapie liegt zwischen 0,8 und 3 MHz.[1]
Zur Behandlung wird ein Schallkopf gleichmäßig über die mit Kontaktgel bedeckte, erkrankte Stelle geführt, der Wärme und Gewebebewegung im Körperinneren erzeugen soll. Hierbei ist zwischen einer Behandlung mit Dauerschall und einer Behandlung mit Impulsschall zu unterscheiden.
Mögliche Anwendung
Ultraschall kommt teilweise für Myalgien, chronische Muskel- oder Sehnenschmerzen, Frakturen oder Narben-/Gewebsverklebungen zur Anwendung. Allerdings lässt sich für diese Krankheitsbilder aus der verfügbaren Datenlage keine Behandlungsempfehlung ableiten. Was die Anwendung zur Frakturheilung betrifft, konnte eine Meta-Analyse von 26 randomisiert kontrollierten Studien keine relevante Wirkung feststellen. Wegen der fehlenden Wirkung und angesichts der teuren Ultraschallgeräte wird daher vom Einsatz zur Knochenheilung abgeraten.
Zu den Kontraindikationen zählen strahlentherapeutisch behandelte Patienten, Blutgerinnungsstörungen (Hämophilie, Gerinnungshemmende Medikamente wie Heparin oder Marcumar), Gefäßerkrankungen (Varizen, Thrombosen), akut fiebrige Erkrankungen, Tumore und Metastasen, sowie die Anwendung über Gelenkersatz aus Polyethylen.